Dienstag, 8. November 2016

[Rezension] Irrlichtfeuer

Autorin: Julia Lange
Seitenzahl: 527
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-51943-1
Erster Satz:
Für einen Moment erstarb das Heulen des Sturms, und in die Stille hinein erklangen die seit Jahrzehnten verstummten Glocken. 


Inhalt:


Die junge Alba träumt vom Fliegen und arbeitet heimlich an mechanischen Schwingen. Doch dazu benötigt sie das Irrlicht-Gas, ein wertvolles, hoch entzündliches Handelsgut, auf das die Herrschenden des Stadtstaats Ijsstedt ein Monopol haben.
Alba ist nicht die Einzige, die versucht, illegal an das Gas zu gelangen: Große Teile der Bevölkerung Ijsstedts leben in bitterer Armut und werden von Banden regiert, die immer wieder Überfälle auf die Irrlicht-Transporte unternehmen.

Denn neben seinem Wert als Brennstoff kann das Irrlicht einem Menschen magische Fähigkeiten verleihen – wenn man die Vergiftung überlebt. Albas Traum vom Fliegen katapultiert sie schließlich mitten hinein in einen Volks-Aufstand um Macht und Magie und stellt sie vor die Frage, welchen Preis sie zu zahlen bereit ist, um ihr Ziel zu erreichen. 
 (Quelle: Verlag)
Meine Meinung:
Ich habe das Buch auf Lovelybooks für die Leserunde gewonnen und habe war super gespannt darauf, wie das Buch werden würde!
Besonders Cover und Klappentext hatten mich neugierig gemacht, allerdings gefiel mir das Buch dann doch nicht so gut wie erwartet.
Zunächst war es unfassbar schwer, die ganzen Namen und Perspektivwechsel zu verdauen, denn fast schon nach jeder Seite wechselte die Perspektive zu einem neuen Charakter. Insgesamt gab es mindestens 6 verschiedene Personen, aus deren Sicht die Geschichte im Wechsl erzählt wurde (vielleicht habe ich auch wen vergessen..?). Jedenfalls fiel es mir vor allem am Anfang noch total schwer, in die Geschichte zu finden, da ich mich nicht an die Charaktere gewöhnen konnte. Bald wurde mir ALba recht sympathisch, auch Kass und Sora mochte ich gerne. Alle anderen Charaktere waren mir entweder zu unsympathisch (Rafael zum Beispiel, aber er ist ja auch einer von den "Bösen") oder sie waren einfach belanglos. Eben dadurch kam es mir dann so vor, als wäre die Geschichte einfach zu voll mit den ganzen Charakteren. Meiner Meinung nach hätten ein paar weniger Charaktere, dafür aber längere Handlungsstränge und eine bessere Verbindung zwischen den Personen, der Geschichte gut getan. Zum Beispiel fand ich Meret und die Gerechtigkeit (eine art Widerstandsbewegung) nicht so wichtig, dass sie unbedingt mehrere Abschnitte hätte einnehmen müssen. Eine kurze eingestreute Information oder ähnliches hätte da vollkommen genügt, finde ich. So wurde es dann doch sehr unübersichtlich und die Geschichte hat sich sehr gezogen. Außerdem hatte man während des Lesens so gar keine Ahnung, worauf das hinauslaufen soll und die Charaktere waren auch alle sehr undurchsichtig. Letztendlich habe ich auch nach dem Lesen keine Ahnung, was jetzt das Ziel der Geschichte war. Es hat sich einfach alles... nun ja, aufgelöst. Und ich bin mit vielen wichtigen unaufgeklärten Fragen zurückgeblieben.
Auch war die Entwicklung der Charaktere für mich nicht so nachvollziehbar. Besonders bei ALba wurde es dann zum Ende hin mehr als unglaubwürdig, da es auch keinerlei ausreichende Erklärungen für ihr Verhalten gab, was ich sehr schade fand, denn mir wären da jetzt einige eingefallen, die gut in die Geschcihte gepasst hätten. 
Auch bei den anderen CHarakteren blieb eine Menge ungeklärt und die Erzählstränge haben sich nicht wirklich miteinander verknüpft. 
Das ganze Buch kam mir vor, als würden die einzelnen Handlungen für sich stehen und einfach nebenher laufen.
Das Ende war für mich, wie bereits erwähnt, viel zu Offen, denn die Geschcihte wirkte sehr unfertig.. 

(Von der Autorin weiß ich, dass sie die vielen Perspektiven geschaffen hat, um jeder Fraktion eine Stimme zu geben, was an sich ja gut funktioniert hat.. Allerdings ist so meines Erachtens nach der Fokus verrutscht... Wirklich schade)
Schreibstil:
 Der Schreibstil an sich hat mir tatsächlich ganz gut gefallen! Die Umgebung wurde gut rüber gebracht und ich wurde auch ein wenig verzaubert und gefesselt, wobei die vielen Perspektivwechsel deíes immer und immer wieder zunichte gemacht haben, was ich sehr schade fand. Insgesamt hat mir die Atmosphäre in dem Buch nämlich ausgesprochen gut gefallen! 
Cover:
 Das Cover finde ich ganz cool, es passt zum Titel und auch zum Inhalt, denn das Irrlichtfeuer ist mit das Wichtigste in dem Buch, wie ich finde.
Bewertung: 
 
 Leider nur 2 von 5 Sternen, da mir die Grundidee und der Schreibstil zwar gefallen haben, die Perspektivwechsel und das fehlen eines richtigen Endes mir die Geschichte aber leider verdorben haben. Schade!


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