Samstag, 12. November 2016

[Rezension] Red Rising I


Autor: Pierce Brown
Band: 1 von 3
Seitenzahl: 574
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-53441-4 -> Bestellen

Erster Satz: 
Das erste, das ihr über mich wissen solltet, ist, dass ich der Sohn meines Vaters bin. 

Inhalt:
Wenn du Gerechtigkeit willst, musst du dafür kämpfen! Der junge Darrow lebt in einer Welt, in der die Menschheit die Erde verlassen und die Planeten erobert hat. Bei der Besiedlung des Mars kommt ihm eine wichtige Aufgabe zu, das jedenfalls glaubt Darrow, der in den Minen im Untergrund schuftet, um eines Tages die Oberfläche des Mars bewohnbar zu machen. Doch dann erkennt er, dass er und seine Leidensgenossen von einer herrschenden Klasse ausgebeutet werden. Denn der Mars ist längst erschlossen, und die Oberschicht lebt in luxuriösen Städten inmitten üppiger Parklandschaften. Sein tief verwurzelter Gerechtigkeitssinn lässt Darrow nur eine Wahl: sich gegen die Unterdrücker aufzulehnen. Dabei führt ihn sein Weg zunächst ins Zentrum der Macht. Der unerschrockene Darrow schleust sich in ihr sagenumwobenes Institut ein, in dem die Elite herangezogen wird. Denn um sie vernichtend schlagen zu können, muss er einer von ihnen werden ...  

Meine Meinung:
Wow.
Einfach wow! 
Das Buch hat mich echt sprachlos gemacht! Pierce Brown schreibt einfach unglaublich fesselnd und mitreißend! Seine Sprache ist an den Protagonisten, Darrow, angepasst, der als Roter aufgewachsen ist und schon vieles erleben musste, obwohl er gerade mal 17 Jahre alt ist. Er ist hart im Nehmen, aber doch gewillt für die Gerechtigkeit zu kämpfen. Außerdem hat er auch einen etwas weichen Kern, den er aber nur selten zeigt.
Insgesamt hat mich das Buch dezent an Panem erinnert, nur mit deutlich mehr Gewalt und Brutalität, einem Protagonisten, der sehr stark und agressiv ist, einer großen Portion Sci-Fi... Naja, eigentlich ist das Buch ganz anders!

Aber auch Darrow muss ein Spiel gewinnen, das von höher angesehenen Menschen initiiert wird. In diesem Spiel kämpfen jedoch Goldene gegen Goldene und es geht nicht primär darum, alle anderen zu töten. Hinter dem "Spiel" steckt viel mehr Taktik und Strategie.
Insgesamt hat mich der Politische Teil des Buches sehr fasziniert! ABer noch begeisterter war ich von den Taktiken und Strategien, die während des Lesens ausgetüftelt wurden! Ich habe richtig mitgefiebert und mir unglaublich viele Gedanken darüber gemacht, was ich tun würde, wie ich die Sache rein theoretisch an seiner Stelle angehen würde... Ich war jedenfalls total begeistert!
Die ganze Geschichte wirkte gut durchdacht und hatte einen leicht bitteren Nachgeschmack, weil sie (obwohl sie fiktiv ist) doch sehr viel Wahrheit bereithält. Über den Menschen an sich, wie er denkt, Handelt... Aber auch über Schubladendenken und gesellschaftliche Hierachien, Gefühle, Ängste, Träume, Wünsche, Hoffnungen... Es steckt so viel in diesem Buch!
Die Schlachten und alle Umstände, die Darrow und die Anderen erdulden mussten, wirkten sehr realistisch, was vor allem an der ungeschönten Sprache liegt, in der das Buch geschrieben ist.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Anzug, in dem Darrow anfangs arbeitet. Er führt unterirdische Bohrungen durch, dort ist es heiß und gefährlich. Der ANzug schützt ihn einigermaßen vor der Hitze, er schwitzt darin aber wie ein Schwein und weil er ja den ganzen Tag da drin steckt, nicht auf eine Toilette kann und so... Nun ja, Pierce Brown geht manchmal echt sehr ins Detail. Gerade diese ungeschönte Sprache hat dem buch etwsa bodenständiges gegeben, wie ich finde. Es wirkte dadurch realer, nicht so abgespaced oder vertäumt.

Ich finde, dass Red Rising unter anderem für Panem Fans geeignet ist, die mit der Brutalität und ungeschöntheit des Buches zurecht kommen und Sci-Fi nicht völlig abgeneigt sind!
Red Rising ist mein Hardcore-Panem :P

Schreibstil:
Wie bereits erwähnt schreibt Pierce Brown in einer komplett ungeschönten, ja, eigentlich schon vulgären Sprache, die aber hervorragend zum Inhalt und der Handlng des Buches passt. Als Leser weicht man Darrow nicht von der Seite und liest die ganze Zeit aus seriner Ich-Perspektive.Der Schreibstil war mitreißend und hat gewaltige Bilder geschaffen, die mich völlig sprachlos gemacht haben!

Cover:
Ich finde es einfach wundervoll! Der rote, brennende Flügel trifft den Inhalt des Buches einfach perfekt!Außerdem sieht es sehr eindrucksvoll und einfach nur richtig abgefahren aus!

Bewertung:

5 von 5, weil mich das Buch sowas von beeindrucken konnte! 
Ich bin sprachlos! EIne klare Empfehlung für alle, die Sci-Fi und Hardcore-Panem vertragen können 

 

  

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