Sonntag, 8. Januar 2017

[Rezension] Rötkäppchen und der Hipster-Wolf

Autorin: Nina MacKay
Band: 1 von xx
Seitenzahl: 344
Verlag: Drachenmond Verlag
ISBN: 978-3-95991-989-0
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Erster Satz:
"Ach, findest du das lustig, ja?", fragt der Typ, der über mir an einem Ast baumelt.

 Inhalt:




Im Märchenwald ist die Hölle los. Alle Happy Ends wurden gestohlen! Cinderella, Schneewittchen und Co. beschließen, ihre verschwundenen Prinzen zu retten, wozu sogleich eine “Verhöre-und-Töte”-Liste der Verdächtigen erstellt wird:

  1. Wölfe töten
  2. Hexen töten
  3. böse Stiefmütter töten (wobei das oft mit Punkt 2 einhergeht)
  4. böse Feen töten
Nur Red findet die Idee äußerst schwachsinnig. Doch dann taucht ein gutaussehender Hipster auf, der mehr über die verschwundenen Prinzen zu wissen scheint. Schnell stellt sich heraus, dass Everton eigentlich ein Werwolf ist und auf der Liste der durch die Prinzessinnen bedrohten Arten steht. Red bleiben plötzlich nur sieben Tage, um die Prinzen zu finden, bevor sie Ever ausliefern muss. Doch warum will gerade er eigentlich die Happy Ends zurückbringen? Benutzt er Red nur für seine eigenen Zwecke? Sicher ist jedoch: In Reds Leben nimmt ab sofort die Zahl der Hipsterwitze wahnwitzige Ausmaße an, sehr zum Leidwesen von Ever …

 Meine Meinung:
 Der Klappentext und auch der Titel des Buches hatten mich eher weniger angesprochen, da beides eher weniger den Eindruck erweckt, als könne ich es mögen. Das Cover ist wundervoll, aber trotzdem hatte ich eigentlich nicht vor, das Buch zu lesen... Eigentlich.

Aber dann habe ich Luna von Lunatic Booklover beim Vorlesen des Buches für ihren Adventskalender gelauscht und war hin und weg. Der Humor in dem Buch ist ganz wundervoll und man fühlt doch gleich mit Red mit, die - so schräg sie auch mal sein kann - tatsächlich die einzig normale im ganzen Märchenwald und darüber hinaus zu sein scheint. Ihre Freundinnen Snow, Rose, Cínder und Rapunzel sind stellenweise wirklich selten dämlich und sorgen somit für die ein oder andere urkomische Situation. Die Warnung der Autorin, das Buch doch besser nicht in der Öffentlichkeit zu lesen, wenn man pikierte Blicke seiner Mitmenschen vermeiden will, ist durchaus angebracht. Sieht ja auch etwas seltsam aus, wenn man beim Lesen lachend den Kopf schüttelt, ungläubig auf die Seiten starrt und nein, nein.... Mach das nicht, hörst du?! oder Oh Gott, haltet Snow auf..! murmelt, als wäre es ein Mantra. Und die Leute können ja auch nicht sehen, was du so witzig findest, wenn du plötzlich aus heiterem Himmel anfängst zu kichern oder gar laut zu lachen :D
Aber kommen wir zum Inhalt des Buches.
Red und die Prinzessinnen stellen den Märchenwald auf den Kopf, um die verschwundenen Happy Ends (bzw. Ehemänner) zu finden. Dabei kommt es zu so manchem Unfall und die Damen machen einige Bekanntschaften, auf die sie teilweise auch gerne verzichtet hätten. Dabei fragt man sich als Leser schon manhmal, was genau das alles eigentlich werden soll, wenn es fertig ist und ob die Bösen denn überhaupt noch böse sind... Es ist auf jeden Fall alles sehr humorvoll geschrieben und man sollte es nicht allzu ernst nehmen, dann kann man dieses Buch auch wirklich genießen!
Der Hipster-Wolf ist so unterhaltsam und deckt gleich eine ganze Reihe Märchen ab, die man nach dem Lesen vielleicht auch etwas anders sieht.
Was ich Nina MAcKay wohl nie verzeihen werde ist, dass sie Prinzessin Jasemin so gemacht hat, wie sie sie eben gemacht hat, denn ich mag sie und Alladin schon ganz gerne.
In dem Buch gibt es auch eine Liebesgeschichte (natürlich), die ich aber eigentlich ganz cool fand! An einigen Stellen habe ich mich zwar sehr geärgert, aber nun... Es musste wohl so kommen.
Ich bin schon ganz neugierig auf die Fortsetzung und frage mich, wie es mit Red und Co weiter geht!

Schreibstil:
Auf jeden Fall ungewöhnlich! Der Humor und der Schreibstil sind garantiert nicht für jeden was, aber ich fand es so wundervoll! Red ist eine seeeeehr sympathische Protagonistin und ich habe das Geschehen gerne aus ihrer Sicht verfolgt. Auch die kurzen Perspektivwechsel zu den Prinzessinnen mochte ich sehr, da diese sehr viel Abwechslung in die Geschichte gebracht haben.

Cover:
Ich hatte ja schon erwähnt, dass ich das Cover toll finde! Auf den ersten Blick fällt überhaupt nicht auf, dass Red einen Selfiestick und ein Handy hält und dass ein Hipster im Hintergrund steht. Das Buch schreit nicht lauthals Hier bin ich! Lies mich! Ich bin witzig!. Es zeigt die Details erst, wenn man einen genaueren Blick darauf wirft! Das gefällt mir sehr! Außerdem mag ich die Farben und die komplette Aufmachung einfach total gerne!

Bewertung:
 4,5 Sterne, weil das Buch einfach super unterhaltsam und erstaunlich fesselnd war, ich aber doch so ein paar kleine Pünktchen habe, die 5 Sterne nicht erlauben. Aber es ist einfach toll!

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