Freitag, 10. Februar 2017

[Fantasywoche] Prota-Interview mit Mara aus Kernstaub

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Hallo ihr Lieben! 

Im Rahmen der Fantasywoche, die von Emily Thomsen und Christin Burger - zwei wunderbaren Fantasy-Autorinnen und Schirmherrinnen des Events, ins Leben gerufen wurde, möchte ich euch hier etwas ganz besonderes zeigen.
Ich durfte für dieses wundervolle Event ein Protagonisten-Interview mit meiner absoluten Lieblingsautorin führen!

Die Rede ist natürlich von Marie Graßhoff, der Autorin von Kernstaub - Über den Staub an Schmetterlingsflügeln und Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen. Beide Bücher haben eine beachtliche Länge und gehören zu einem Epos, der wahrscheinlich noch mehrere tausend Seiten füllen wird, bis das letzte Wort geschrieben ist.

Die Bücher liegen mir ganz besonders am Herzen, weil sie einfach episch sind. Sie haben mich mitgerissen und in fremde Welten entführt, mich verzaubert, zum träumen, weinen und zum zittern gebracht. Sie haben mir ein unendliches Universum gezeigt, das mich einfach nicht mehr loslassen will ♥

In Kernstaub und dem Folgeband hat Marie ein riesiges, komplexes und atemberaubendes Universum erschaffen, das man gar nicht so leicht in Worte fassen kann - aber sie hat es geschafft. Und es ist einfach unglaublich.

Aber kommen wir zu dem Interview!

Der Name der Protagonistin aus Kernstaub ist Mara. Zu Beginn des ersten Bandes führt sie noch ein sehr ruhiges Leben. Sie weiß noch nicht, was auf sie zukommen wird. Meine ersten Fragen gehen an ihr Ich zu Beginn von Band 1.

- Hallo Mara, darf ich dich fragen, was du den ganzen Tag über machst?
Huhu! Och, ich habe eigentlich ein ziemlich ruhiges Leben und
finde es auch gut so. Durch die Firma meiner Eltern haben wir recht viel Geld, wodurch ich in einen großen Haus mit vielen Angestellten lebe, die mir dabei helfen, meinen Alltag zu meistern. So wirklich einen Plan, was ich jetzt nach dem Abitur machen will, habe ich allerdings noch nicht. Ich verbringe also die Tage meist in der Bibliothek mit Lesen, mit meiner besten Freundin Calla oder ich unternehme was mit meinem Bruder, wenn er ausnahmsweise mal daheim und nicht auf Geschäftsreise ist.
Wenn ich Lust habe, mache ich auch ganz gern Yoga, ab und an. Das hilft mir auch dabei, runterzukommen, wenn ich mich über etwas aufrege. Alles in allem also nicht allzu Aufregendes, würde ich sagen.

- Was ist dein größter Wunsch und was würdest du empfinden und tun, wenn er in Erfüllung ginge?
Ich wünsche mir eigentlich nur, irgendwann ein normales Leben führen zu können. Dass ich meine recht irrationale Angst vor Uhren überwinde (ich weiß, klingt komisch) und vielleicht auch mal allein unter Leute kann. Ich würde auch gern einen Job finden, in dem ich etwas für die Menschen in ärmeren Ländern tun kann. Oder für Tiere.
Abgesehen davon kann ich mir eigentlich kaum mehr wünschen.

- Welche Eigenschaften schätzt du an Menschen? Welche kannst du überhaupt nicht ab?
Ich mag Menschen, die freundlich und hilfsbereit sind. Das klingt vielleicht ein bisschen langweilig, aber ich hatte schon immer ziemliche Probleme in meinem Leben. Durch meine Angst vor Uhren bin ich schon an viele Leute geraten, die alles andere als freundlich auf etwas außergewöhnliche Leute reagieren. Das kann ich gar nicht ausstehen. Also diese Art von Personen, die sich so unheimlich schnell ihre Meinung zu anderen bilden, obwohl sie sie gar nicht kennen.



Nachdem dann so einiges im Verlaufe der Geschichte passiert ist, ist Mara schon beinahe ein anderer Mensch, denn ihr Leben hat sich ganz schön auf den Kopf gestellt und nichts ist mehr so, wie es einmal war. Mara hat nicht nur viel über sich und das Universum, in dem sie lebt, erfahren, sondern einige Erlebnisse hinter sich... 
 Die folgenden Fragen richten sich an ihr späteres Ich.

- Was vermisst du am meisten aus der Zeit, in der du noch ein normales Leben hattest und was vermisst du von früher?
Ehrlich gesagt vermisse ich die Ruhe schon ein wenig, die ich in meinem normalen Leben hatte. Allerdings kann ich mir jetzt auch nicht mehr vorstellen, dorthin zurückzukehren. Es war schön, als ich noch so unwissend war. Aber inzwischen habe ich all meine Erinnerungen wieder – oder zumindest sehr viele von ihnen – und egal, welches Leben ich führen würde, es wäre immer bedrückend und nie wieder so wie damals.
Von früher – also aus meinen vergangenen Leben – vermisse ich vor allem die Verbundenheit zu A’en. Ich habe das Gefühl, dass sie mir im letzten Leben endgültig abhandengekommen ist. So sehr ich es auch zu verdrängen versuche.

- Wer ist dir in den letzten Monaten am meisten ans Herz gewachsen und was kannst du dir einfach nicht mehr aus deinem Leben fortdenken?
Juan und Glen sind mir definitiv ans Herz gewachsen, auch wenn es echt eine Weile gedauert hat, mit den beiden warm zu werden. Aber auch viele andere hier aus der Kolonie bedeuten mir inzwischen einiges, auch wenn ich sie noch nicht so lange kenne. Uxur, Nero, Sia, Hana – alle haben zumindest ein wenig dabei geholfen, mir das Leben hier in dieser neuen Welt erträglicher zu machen. Auch wenn sie ihre ganz eigenen und gewaltigen Probleme haben.
Was ich nicht mehr wegdenken kann? Das ist schwierig. Denn wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre ich noch immer nicht hier. Weder zusammen mit diesen Personen, noch in dieser Welt. Hier gibt es nicht wirklich etwas, an dem ich ohne Zweifel und für immer hänge. Bis vielleicht an Juan/A’en. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

- Welchen Menschen vertraust du blind, vor wem nimmst du dich eher in Acht?
Gute Frage. Bis vor kurzem gab es wirklich niemanden, dem ich blind vertrauen konnte. Gerade in meiner Position und in dieser Welt ist es extrem schwierig, Vertrauen zu jemandem aufzubauen. Die meisten der Menschen hier wollen mich tot sehen. Die anderen wollen mich dazu ausnutzen, ihnen zu helfen, ihre eigenen Fehler zu korrigieren. Nicht die besten Voraussetzungen.
Inzwischen bin ich wieder an einem Punkt angelangt, an dem ich sage, dass ich A’en vollkommen vertraue. Und Glen. Das ist aber auch erst seit Neustem so. Von den beiden wusste ich auch sehr lange nicht, was ich von ihnen halten sollte.
Viele der anderen Personen hier mag ich zwar. Aber ich weiß nicht, ob ich meine Hand für sie ins Feuer legen würde.

- Wenn du eine einzige Sache aus der Vergangenheit ändern könntest, was wäre das?
Tja, wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich gern nicht der Kernstaub sein. Haha. Aber da ich das nicht beeinflussen kann, ist das schwer möglich. Wenn ich also etwas Konkretes aus der Vergangenheit ändern könnte, würde ich wohl das letzte Leben nehmen, in dem alles so furchtbar schief gegangen ist. Dann wäre alles zwar immer noch nicht gut, aber vermutlich zumindest etwas erträglicher als jetzt.

- Was macht dich so richtig wütend?
Himmel, lass mich davon gar nicht erst anfangen. Es gibt zu viel, das mich wütend macht. Zum Beispiel die Menschheit und ihr Unvermögen, acht auf den einzigen Planeten zu geben, den sie hat. Und auf das System, das behauptet, perfekt für jede Seele zu sein, und mich trotzdem umbringen will, obwohl ich nie etwas getan habe.
Das regt mich alles ziemlich auf, wenn ich zu lange drüber nachdenke. Zum Glück habe ich inzwischen so viel zu tun, dass ich kaum mehr dazu komme, mich da hineinzusteigern.

- Hast du Angst vor dem, was die Zukunft für dich und die anderen bringen könnte?
Angst habe ich inzwischen nicht mehr, denke ich. Ich kann mir kaum ausmalen, was die Zukunft alles für uns bereithält, aber ich schaue ihr mit offenen Augen entgegen. Viel schlimmer als das, was mir bisher schon alles passiert ist, kann es kaum werden.

- Was wünscht du dir für die Zukunft?
Einfach wieder ein ruhiges Leben. Zusammen mit A’en. Aber nicht so, wie es jetzt ist. Ich wünsche mir ein Leben, in dem keiner von uns beiden mehr leiden muss oder verfolgt wird. Auch wenn das eigentlich nicht möglich ist.

Lieben Dank für das Interview und viel Erfolg auf deinem Weg!
Tausend Dank! J
___...---~♥~---...___


Ich hoffe sehr, dass euch das Interview gefallen hat und dass ihr nun auch neugierig auf die Bücher seid!
Wenn ihr mehr wissen wollt, dann könnt ihr euch gerne meine Rezensionen ansehen :)

-> Rezension zu Kernstaub - Über den Staub an Schmetterlingsflügeln
-> Rezension zu Weltasche - Über das Gift an Quallenmembranen

Und hier kommt ihr direkt zu den Büchern:

 Außerdem gibt es noch eine Kurzgeschichte zum Kernstaub Universum, die auch ohne Vorwissen gelesen werden kann!
-> Rezension zu Über das Versagen der Sterne


Marie Graßhoff ist übrigens auf einigen Social-Media Kanälen unterwegs - Schaut doch mal bei ihr vorbei ♥

-> Blog


Dankeschön fürs Lesen und alles Liebe,
Emely ♥






 

Kommentare:

  1. Tolles Interview mit guten Fragen!
    Ich bin zur Hälfte durch mit Band 1 und es ist gut, dass die Fragen an die unterschiedlichen Maras gerichtet sind.
    Danke sehr und weiter so!

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    1. Dankeschön!
      Es hat auch total Spaß gemacht, mir die Fragen zu überlegen!
      Viel Spaß noch beim Lesen ♥
      Alles Liebe,
      Emely ♥

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