Samstag, 17. Juni 2017

Rezension | Ein Himmel aus Lavendel

Autorin: Marlena Anders
Band: 1 von 3?
Seitenzahl: 284
Verlag: Drachenmond Verlag
ISBN: 978-3-95991-915-9
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Erster Satz:
Es wäre eigentlich ganz einfach gewesen.

Klappentext:
Deine Seele gegen eine Gabe. Oder einen Fluch?

Es heißt, es sei gar nobel, sein Leben für das eines geliebten Menschen zu geben. Doch niemand hat davon gesprochen, wie es sich anfühlt, diejenige zu sein, die diese Bürde auf sich nimmt. Darf man eine solche Entscheidung bereuen?

Diese Frage stellt sich Emery in ihren dunkelsten Momenten. Denn weder ihre Mutter noch ihre Schwester wissen, auf was sie alles verzichtet, um ihnen ein normales Leben zu ermöglichen. Ein Fremder war es, der ihr für ihre Seele eine Gabe versprach – die Fähigkeit, in gefährlichen Situation wie ein Phönix in Flammen aufzugehen. Doch auch wenn der Phönix für neues Leben steht, bringt jede Verwandlung Emery einen Schritt näher an den Tod.

Um dies zu verhindern, macht sich Emery verzweifelt auf die Suche nach einer Möglichkeit, um den Handel rückgängig zu machen. Dabei soll ihr Nael helfen, der ihr eine Ausflucht aus ihrem alten Leben bietet. Aber ihm sind seine eigenen Dämonen dicht auf den Fersen …

Meine Meinung:
Das Buch war sehr schön zu lesen und kurzweilig, allerdings hat mir ein wenig die Spannung gefehlt. Ich finde, dass es gerade für jüngere Leser (vielleicht um die 15) geeignet ist. Mit persönlich war es zu ruhig, wobei ich die Geschichte wirklich unglaublich schön fand.
Es hat mir Spaß gemacht, Emery auf ihrem kleinen Abenteuer zu begleiten.
Besonders gut gefallen haben mir die Details, wie zum Beispiel die Stadt Avize, die Venedig sehr ähnlich ist mit ihren Wasserstraßen und Gondeln. Das und viele andere Details wie die Masken, die die Bewohner stets tragen und die Kleider haben für einen richtig schönen Flair gesorgt. Ich habe mich gerne in dieser Stadt verloren! Auch die Charaktere waren besonders. Emery mit ihrem Fluch und den Handschuhen, Nael, der sehr geheimnisvoll ist und auch einige andere.
Besonders Nael habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich mochte ihn von der ersten Sekunde an unglaublich gerne. Er hat einfach etwas an sich, das ihn sehr interessant macht.



Das Ende hat mich mit einigen Fragen zurückgelassen, die hoffentlich im nächsten Band beantwortet werden.
Insgesamt war die Handlung recht seicht und mir hat zwar die Spannung gefehlt, aber mit dem wundervollen Venedig-Flair und den vielen Details hat es das Buch wieder wett gemacht. Ich freue mich auf die Fortsetzung!

Schreibstil:
Ich bin beim Lesen nur so durch die Seiten geflogen. Man begleitet Emery in der 1. Person, was ich bei dem Buch sehr passend fand. Ihre Gedanken und Gefühle sind kein Rätsel, im Gegensatz zu denen der anderen Charaktere, die man nicht unbedingt sofort durchschaut (insbesondere Nael). Zwar bekommt man so auch nicht viel von der Stadt selbst mit, aber das macht nichts.

Cover:
Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits finde ich es sehr schön mit der Maske, den Funken und dem Kleid, andererseits passt es für mich nicht ganz zum Flair des Buches. Es ist etwas.. Irreführend. Die Frau auf dem Cover sieht Emery einfach nicht ähnlich.

Bewertung:
Ich gebe dem Buch schweren Herzens 3 Sterne, weil es zwar wundervoll ist, ich aber doch ein paar Kleinigkeiten vermisst habe. Besonders an etwas jüngere Leser spreche ich aber eine absolute Leseempfehlung aus, weil die Geschichte wirklich bezaubernd ist.


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