Donnerstag, 29. September 2016

[Rezension] Letztendlich sind wir dem Universum egal

Autor: David Levithan
Band: 1 von 3
Seitenzahl: 400
Verlag: Fischer FJB
ISBN: ->978-3-8414-2219-4 hier kaufen

Erster Satz: 
Ich werde wach.

Inhalt:
Die Geschichte einer ungewöhnlichen ersten großen Liebe – und ein phantastischer Roman, wie er realistischer nicht sein könnte

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.

Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?

Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?   

 (Quelle)

Meine Meinung:
Vor nichtmal 5 Minuten habe ich das Buch aus der Hand gelegt. Ich habe immernoch ein Lächeln im Gesicht, weil das Ende so schön war! Schön, obwohl es traurig war und schön, weil die Gedanken, die ich durch das Buch noch im Kopf habe, so schön sind.

Ich habe in letzter Zeit schon oft von dem Buch gehört, mich aber erst nicht wirklich dafür interessiert. Das Cover erschien mir seltsam und ungewöhnlich, aber dann doch nicht so sehr, dass ich das Buch haben musste (ich mag seltsam und ungewöhnlich :D). Als ich dann in der
Buchhandlung war und mir zwei Bücher ausgesucht habe, musste es dann doch mit. Warum? Keine Ahnung. Aber ich bin sehr froh darüber, dass ich dieses Buch mitgenommen und gelesen habe!

Die Geschichte von A ist super interessant und voller Gedanken und auch Gefühle. Dadurch, dass A jeden Morgen in einem neuen Körper aufwacht, erfährt man so viel über verschiedene Menschen. Und es gibt wirklich sehr, sehr viele unterschiedliche Charaktere in diesem Buch! Vom Muttersöhnchen über einen Junkie bis hin zu einem Mädchen, das sich das Leben nehmen will oder einem, das illegaler Weise putzen geht und die Sprache nicht spricht.Man bekommt so unglaublich viele Eindrücke!
Die Geschichte, die das Buch zusammenhält - die Liebe zwischen A und Rhiannon - ist traurig und wundervoll zugleich. So wissen sie ja beide, dass es mit einer gemeinsamen Zukunft sehr schwer oder gar unmöglich werden wird, da A ja ständig in einem neuen Körper erwacht.
Ich finde die Gedanken, die sich A im Verlauf des Buches macht, sehr interessant. A ist ein tollcher Charakter, wie ich finde, denn A versucht stets, den Tagesablauf der Personen, in denen er gerade lebt, nicht mehr als nötig durcheinander zu bringen und hat sehr viel Respekt vor fremden Leben. Außerdem hat mir sehr gut gefallen, dass A durch die vielen Körperwechsel sehr offen ist. Egal ob jemand eine andere Nationalität hat, ob Junge oder Mädchen, ob Hetero, Homo oder Bee - es ist alles vollkommen okay. Genau diese Gedanken sind in dem Buch so unglaublich toll und voller Gefühl festgehalten und einfach total gut in die Story eingebaut.
Mehr möchte ich jetzt nicht über das Buch erzählen, weil ich nichts vorweg nehmen möchte. Ich kann es aber jeden wärmstens empfehlen!

Schreibstil:
Levithan schreibt durchgehend in der Ich-Perspektive aus As Sicht. Durch die vielen Personenwechsel, die A vollzieht, bekommt man aber auch immer noch ein Stück der jeweiligen Person mit, wodurch es nicht annähernd langweilig wird.
Insgesamt ist der Schreibstil an vielen Stellen sehr gefühlvoll und ab und zu mit tiefgründigen Gedanken behaftet.

Cover:
Vor dem Lesen fand ich es nicht soo super interessant, aber nun finde ich, dass es einfach perfekt zum Buch passt. Die vielen Gesichter symbolisieren wahrscheinlich die vielen einzelnen Leben, die A lebt und der schwarze Hintergrund passt gut zu den vielen traurigen Szenen, die im Buch vorkommen, wogegen die bunte Schrift steht, die die wundervollen und magischen Momente in dem Buch darzustellen scheint.

Diversity:
  
In dem Buch kommen so viele Menschen mit so unterschiedlichen Herkunftsorten oder Sexuellen Orientierungen vor, dass es sich die Buttons echt verdient hat!
Und es wirkt auch alles sehr natürlich :)
 

Bewertung:
5 von 5 Punkte, weil das Buch voller tiefgründiger Gedanken ist und eine Spannende und wunderschöne, wenn auch teilweise etwas traurige Geschichte beherbergt. 



 


Kommentare:

  1. Das klingt ja echt nach einem tollen Buch... Ich glaube, das gibt's auch in unserer Schubibi, ich muss es mir dann mal ausleihen :-)

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    1. Hallo du Liebe :D
      Ich fand das Buch wirklich toll! Bestimmt wird es dir auch gefallen..! Und waaaaaas?! Ihr habt so eine coole Schulbibliothek?!?!?!? Wir hatten überhaupt keine :D Nur einen Raum, in dem die Schulbücher zum Ausleihen waren... Aber Romane und co hat man da vergeblich gesucht :P
      LG, Emely ♥

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