Donnerstag, 2. März 2017

Rezension | Sylnen - Der gefallene Krieger

Sylnen EposAutorin: Ela Feyh
Band 1 von 3
Seitenzahl: 420
Verlag: Eisermann Verlag
ISBN: 978-3946172550
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Erster Satz:
Jemand schrie.

Inhalt:
Stell dir vor, nur du kannst das Land Crailsmur retten. Ein Land, in dem Seelen reisen können und Magie zum Leben erwacht, in dem Pflanzen Schabernack treiben und Geister deinen Verstand rauben, in dem Schönheit den Tod bedeuten kann und Hässliches zu heilen vermag. Ein Land, das durch die Macht von zehn Büchern regiert wird: den Sylnen. Stell dir vor, eine geheimnisvolle Kraft beginnt dich zu beeinflussen, dein Denken zu verändern und lässt dich an allem zweifeln, das du bisher kanntest. Und stell dir vor, diese Kraft zeigt dir deinen Seelengefährten. Würdest du die Reise antreten?

Meine Meinung:Erinnert ihr euch an die Fantasywoche? Ich habe da als Bloggerin mitgemacht und zwei Interviews beigetragen! Auf jeden Fall habe ich da auch das eBook von Ela Feyh gewonnen, über das ich mich echt wahnsinnig gefreut habe!
Sylnen ist ein mega interessantes Buch, weil die Welt darin einfach so ungewöhnlich und etwas verrückt ist. Als wäre sie einem Traum entsprungen...
Der Anfang des Romans hat mich etwas irritiert, weil sofort die Rede von Dendalors, Divinkatzen und die Farben waren alle für unsere Gewohnheiten völlig falsch, weshalb es mir ganz am Anfang schwer fiel, mich einzufinden. Allerdings war das ja nur der Prolog und danach startet man erstmal auf der Erde bei einer fast normalen Protagonistin in einem verrückten Haus. Das Haus fand ich unglaublich unterhaltsam! Nachdem es dann in die andere Welt geht, erlebt man erst viel neues, aber dann zieht es sich etwas. Die Reise, die in dem Buch beschrieben wird, dauert einfach sehr lange (in Seiten und in der Geschichte selbst), wodurch es dann doch ein wenig langatmig wurde. Wenn dann mal etwas passierte, erschien es mir so surrealistisch, dass es teilweise erst später so richtig bei mir ankam. Das fand ich ein wenig schade, aber sehr gestört hat es mich nicht.
Lina und Enerem fand ich beide klasse, weil sie zusammen mit Kaja und Enerem einfach ein tolles Gespann abgibt, das man gerne auf der Reise begleitet! Lina ist ab und zu ein wenig naiv, aber sehr aufgeschlossen und bedacht. Sie legt sich ab und zu mit Enerem an, der sehr wortkarg ist und nicht gerne den Fremdenführer gibt, was Lina wirklich sehr aufregt. Kaja ist einfach typisch junger Hund, denn sie tollt ständig umher, ist niemals müde und ganz aufgeweckt. Ein kleiner Sonnenschein.
Enerem mochte ich irgendwie am Liebsten, weil ich diese vornehme Katzenart einfach mag. Der Kater wirkte genau richtig, nicht überzogen oder unsympathisch. Dadurch, dass man auch ab und an merkt, wie er sich fühlt, was er denkt und warum er tut, was er eben tut, kommt er auch nochmal ganz anders rüber, wodurch ich ihn dann auch immer mehr mochte.
Die Geschichte an sich war einfach nur toll, man hat so viele verrückte Sachen erlebt und eine ungewöhnliche und ganz neue Welt mit ihren Bewohnern und Problemen kennengelernt. Es hat Spaß gemacht, das Trio auf seiner Reise zu begleiten und ich freue mich schon auf die Fortsetzung, die aber wahrscheinlich noch eine Weile brauchen wird, bis sie veröffentlicht wird...

Schreibstil:
Mir hat am Schreibstil sehr gefallen, dass es so halbe Perspektivwechsel gab. Generell war alles aus Linas Sicht geschrieben, ab und zu ist die Erzählung allerdings kurz zu anderen Charakteren gewechselt. Teilweise auch mitten drin, ohne erkennbare Abgrenzung, was mir jedoch super gefallen hat. Es war sehr stimmig und man wusste trotzdem immer, von wem die Rede ist. Ich fand es auch cool, dass der Perspektivwechsel auch mal kurz zu einer neuen, unbekannten Person gewechselt ist, weil man dadurch nochmal ganz neue Eindrücke bekommen hat.

Cover:
Ich weiß nicht genau, wie ich das Cover finde. An sich ist es sehr hübsch, allerdings irritiert mich ein wenig, dass es so farblos und trist ist, wo doch die Welt, durch die Lina und Co reisen, so farbenfroh ist. Es gibt zwar auch einige Orte, an denen es trist ist... Aber ich hätte wohl eher ein farbenfroheres Cover gewählt, da dies meiner Meinung nach besser zum Inhalt gepasst hätte.

Bewertung:
4 von 5, weil das Buch zwar wundervoll war, sich aber auch etwas gezogen hat. Außerdem passierten manche eigentlich eher wichtige Dinge mehr so nebenbei... 



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