Sonntag, 25. März 2018

Erinnerungen an die Leipziger-Schneechaos-Buchmesse - TAG 1


Die Leipziger Buchmesse 2018 - Das war ja was!

Vermutlich habt ihr mitbekommen, dass Leipzig pünktlich zur Messe einfach im Schnee versunken ist und damit alles und jeden ins Chaos gestürzt hat. Wenn nicht: Es war tatsächlich so chaotisch, wie es sich anhört! Züge fuhren nicht, Straßen waren gesperrt und viele Messebesucher haben es kaum oder gar nicht bis zur Messe geschafft. Es war die Rede von steckengebliebenen Autos, ausfallenden Zügen und eingeschneiten Gegenden.
Und in all dem Chaos war ich und habe mich wie zuhause gefühlt. Schnee! Chaos! Haha, okay. Ich gebe zu, dass auch ich mich stellenweise etwas geärgert und die Kälte verflucht habe.
Letztes Jahr auf der Messe (fast gleiches Datum!), war SOMMER. Wir sind eingegangen vor Hitze. Was mache ich also? Klar, ich packe Klamotten ein, die nicht allzu warm sind oder die ich notfalls nach dem berüchtigten Zwiebellook-System ausziehen kann. Handschuhe und Winterjacke blieben
zuhause - im Nachhinein betrachtet eine überaus dumme Entscheidung.

Da ich am Donnerstag sehr lange in der Uni war, bin ich direkt am Freitag losgefahren. Der Zug ging um 4 Uhr. Dementsprechend früh war ich nach einer sehr kurzen Nacht schon unterwegs.
Ich konnte mein Glück kaum fassen, als ich festgestellt habe, dass ich in dem Nachtzug ein ganzes Abteil für mich hatte und habe es mir schön gemütlich gemacht, um noch ein wenig sowas-ähnliches-wie-schlafen zu können. Mein Feind dabei waren die laute Klimaanlage, dank der ich noch den ganzen Tag Kopfschmerzen haben sollte und die vielen Geräusche, die mich im Halbschlaf alle paar Minuten haben hochschrecken lassen. Alles in allem war die Fahrt aber sehr angenehm, zumal ich mir noch zwei Zeitschriften zum Lesen und meinen Laptop zum Überarbeiten mitgenommen habe.
Nach 8h Zugfahrt kam ich schließlich am Leipziger Hauptbahnhof an, wo mich direkt niedliche kleine Schneeflocken und beißender Wind empfangen haben. Dort habe ich dann auf Maja gewartet (ihr könntet sie durch ihr Buch Madness - Das Land der tickenden Herzen oder das dieses Jahr erscheinende Mondstaub und Sonnenstürme kennen). Zusammen sind wir in unser Hotel gefahren, von wo aus wir uns dann auf den Weg zu Messe gemacht haben - Was mehr oder weniger gut geklappt hat. Eigentlich wollten wir zwischen 14 und 15 Uhr dort sein, letztendlich... Wurde es dann etwas später, nachdem wir uns auf dem Weg zur S-Bahn verlaufen hatten. Es ist nur einem Taxifahrer zu verdanken, dass wir überhaupt noch zur Messe gekommen sind. Außerdem war er so nett, uns für den Rückweg eine Wegbeschreibung mitzugeben.


Auf der Messe selbst war ich erst heillos überfordert wie immer. Es war meine 5. Messe, auf der LBM bin ich ein Jahr zuvor schon gewesen, aber das hat nichts daran geändert, dass ich völlig plan- und orientierungslos gewesen bin. Das macht den Reiz der Messen aber auch irgendwie aus, finde ich.
Da ich eigentlich mit Medea von Määds Books über die Messe stiefeln wollte, sie aber leider nicht kommen konnte, war ich dann erstmal allein. Also: Direkt zum Drachenmond in Halle 2! Auf den letzten Messen ist das immer mein Ankerpunkt gewesen. Der Ort, zu dem ich immer zurückgefunden habe und von dem aus ich alle interessanten Stände super erreichen konnte - so auch dieses Mal.
In meiner Orientierungslosigkeit (Himmel, ich fürchte, das wird langsam mein Markenzeichen!) bin ich dann am Drachenmond Stand fast in Marie Graßhoff (Kernstaub, Weltasche, Die Schöpfer der Wolken) hineingerannt. Sie hat mich dann für einen Moment aus meiner Orientierungslosigkeit gerettet, da wir zusammen kurz nach draußen und dann ein paar Meter über die Messe gegangen sind. Danach habe ich direkt dem Gedankenreich Verlag einen Besuch abgestattet und mit der Verlegerin gequatscht. Dabei konnte ich auch direkt das erste Buch mitnehmen, da ich mir vor der Messe Cyberempathy zusammen mit einer Bookish Candle zu Sleepless bestellt hatte.
Weiter ging es durch die Reihen der Kleinverlage, wo ich mich erstmal etwas orientiert habe, um mir die Stände für die nächsten Tage zu merken. Dann habe ich mich in andere Hallen gewagt, mir alles angeguckt... Und mich prompt verlaufen! Irgendwann war ich dann wieder in der Glashalle (Die ist zwischen allen anderen Hallen und durch Glastunnel mit allem verbunden), wo ich kurz geblieben bin, um mich mit Natalie von Frau Nat liest und schreibt zu treffen. Da sie allerdings schon auf dem Rückweg war und wir beide extrem schüchtern sind, war das Treffen nicht lange. Gefreut habe ich mich trotzdem sehr, immerhin kenne ich sie schon seit einer ganzen Weile.
Zum Schluss bin ich noch schnell zurück in Richtung Drachenmond, um mich vorerst von Maja zu verabschieden, die ja die ganze Zeit über dort gewesen ist. Dabei bin ich ein paar Drachen(-mondatoren) auf dem Rückweg begegnet. Darunter Marie (ihr erinnert euch) und Anne-Marie Jungwirth (Superior), die ich seit dem Sommerfest im Drachennest kenne und wirklich unglaublich gern habe. Nachdem ich Anne erstmal begrüßt hatte - vermutlich merkte man, wie sehr ich mich gefreut habe, sie zu sehen - habe ich mich ihr und den anderen angeschlossen, da ich Bedenken hatte, ob ich denn den Weg raus und zur Bahn in all dem Gewusel finden würde. Man weiß ja nie! Marie und Anne haben mir nach meiner Frage nach dem Weg auch direkt angeboten, mich ein Stück mitzunehmen. Ich muss wirklich sehr, sehr orientierungslos geguckt haben. Ich denke, ich sehe generell oft aus, als wäre ich fehl am Platz oder verloren, haha! Wenn ich mich auf der Messe gerne mit jemandem unterhalten habe, dann mit Anne! Ich war für den zweiten Band von Superior ihre Testleserin und allein dadurch hatten wir schon einiges an Gesprächsstoff.

Der erste Messetag war zu Ende und ich sehr froh, als ich endlich im Hotel war und runterkommen konnte. So sehr ich die Buchmessen auch liebe, Menschenmassen sind normalerweise nicht so meins.



Das war Tag 1 der Leipziger Schneechaos-Buchmesse! Tag 2 & 3 folgen bald.


PS: Es tut mir Leid, dass ich kaum Fotos für euch habe. Irgendwie komme ich nie dazu, welche zu machen.

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