Donnerstag, 3. Mai 2018

Rezension | Anxo von Liv Modes

Cover: Eisermann Verlag
Im Rahmen der Eisermann-Challenge habe ich das Anxo - Zwischen den Sphären von Liv Modes als Leseexemplar bekommen - ohne hätte ich es mir vermutlich nicht näher angesehen, wie ich leider gestehen muss. Es ist mein zweites Buch aus dem Verlag.
In letzter Zeit lese ich sehr oft Bücher, die in der Zukunft, in futuristischen Parallelwelten oder gar im All spielen. Anxo ist da keine Ausnahme, wobei es trotzdem anders ist als die anderen Bücher, die ich in den letzten Monaten so gelesen habe. 


Klappentext:
Plötzlich ansteigende Todeszahlen, Anschläge im ganzen Land und ein dubioser neuer Schulleiter – es ist nicht weiter verwunderlich, dass Jaime dem Besuch des Regierungsgebäudes mit einem flauen Gefühl im Magen entgegensieht. Doch was als einfacher Schulausflug beginnt, führt zu einer Begegnung, die nicht nur Jaimes Leben von Grund auf verändert.
Gefangen in einer fremden Sphäre muss er seine komplette Weltsicht überdenken und seine Ideale hinterfragen … bis er vor der Wahl zwischen Moral und Vernunft steht und damit über das Fortbestehen der Menschheit entscheidet.
(Text: Eisermann Verlag)

Meine Meinung:
Ich wusste zunächst nicht genau, worauf ich mich einlasse. Nur, dass das Buch in der Zukunft spielt und es unter anderem um Umweltverschmutzung etc. geht.
Jaime muss im Laufe der Geschichte einiges durchstehen. Der Anfang der Geschichte ist sehr angsteinflößend und ich hatte beim Lesen durchgehend ein ungutes Gefühl, da viele Dinge passiert sind, die mehr als nur undurchsichtig waren. Unheilvolle Untersuchungen, nach denen sich die Menschen seltsam verhalten, dazu die Umweltprobleme und andere beunruhigende Dinge. Dadurch, dass gerade durch die Umweltverschmutzung ein sehr aktuelles Thema im Buch auftaucht, wird es umso realer. Gerade darum habe ich die erste Hälfte des Buches beinahe in einem Atemzug gelesen. Später nimmt die Geschichte eine andere Richtung, die mich etwas überrascht hat und die Spannung für mich etwas rausgenommen hat, doch interessant war es allemal. Nur das Ende ging mir ziemlich gegen den Strich. Nicht nur, weil es anders war, als ich es gewollt hätte, sondern auch, weil es meiner Meinung nach nicht wirklich zu den Charakteren gepasst hat.

Jaime besucht die Oberstufe und setzt sich sehr für die Umwelt ein, soweit es ihm möglich ist. In seiner Familie stößt er damit oft auf taube Ohren und in der Schule nimmt alles eine andere Richtung ein, wobei er sich nicht sicher ist, was er davon hält. Als die seltsamen Ereignisse beginnen, setzt er sich sehr für seine kleine Adoptivschwester ein. Diesen Charakterzug habe ich sehr an ihm gemocht, weil er seine "großer Bruder"-Seite zeit und ihn somit auch zugänglicher macht. Auch sonst war mir Jaime sehr sympathisch, wobei ich ein paar Abstriche machen muss, denn er wirkt manchmal sehr abgehoben, was seine Intelligenz angeht. Das erschien mir etwas falsch, aber okay. Solche Menschen gibt es. Zum Glück wurde er dadurch nicht überheblich, im Gegenteil. Vor allem gegenüber einer gewissen jungen Dame verhält er sich sehr bedacht und einfühlsam, obwohl sie ihn stets abweist und ihm gehörig die Meinung geigt.
Die anderen Charaktere kamen eher am Rande vor, waren jedoch interessant. Besonders die Anxo, die leider viel zu selten aufgetaucht sind und nur Statisten blieben, konnte ich zwar nicht ganz fassen, das machte sie aber umso interessanter, weil sie stets etwas geheimnisvolles an sich hatten. Trotzdem hätte ich mir mehr Einblicke in ihr Leben gewünscht. In ihren Alltag, denn man bekommt nur etwas von den Wissenschaftlern und hohen Tieren mit, ansonsten nichts.
Das Buch ließ sich unfassbar schnell lesen, was vor allem daran lag, dass ich so gefesselt war. Auch sind mir kaum Fehler aufgefallen bzw. bin ich nicht groß über Formulierungen oder ähnliches gestolpert.
Insgesamt fand ich die Umsetzung recht gut gelungen. Der Anfang war hier jedoch deutlich stärker als alles danach. Ich vermute, dass es daran lag, dass der Teil noch in einem normalen Umfeld spielte. Ich will der Autorin nicht unterstellen, dass sie ihre Welt nicht gut gebaut hat, aber leider kam das nicht ganz so gut bei mir an. Dennoch fand ich das Buch sehr gelungen und es war definitiv mal etwas ganz anderes.
Alles in allem fand ich das Buch ziemlich gut. Mir hat gefallen, dass es mich so sehr gefesselt hat. Das schaffen nicht ganz so viele Bücher, wie man meinen sollte.


Infos:
Autorin: Liv Modes
Seitenzahl: 400
Verlag: Eisermann Verlag
ISBN: 978-3-946172-54-3

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