Samstag, 17. Februar 2018

Rezension | Rosen und Knochen

Klappentext:
Fürchtest du dich, bei Mondschein das Grab einer Hexe zu betreten?
Unter den Decknamen Schneeweißchen und Rosenrot ziehen die Dämonenjägerinnen Muireann und Rose durch die Lande. Sie bekämpfen Trolle, retten Jungfrauen vor Wassermännern und vertreiben Kobolde aus Mühlen und Bauernhäusern.
Als sie von den Bewohnern eines kleinen Dorfs angeheuert werden, den spukenden Geist einer Hexe unschädlich zu machen, geraten sie allerdings in ein alptraumhaftes Abenteuer, das sie an ihre Grenzen führt. Und das ein gut gehütetes Geheimnis ans Licht bringt, das eine von ihnen vor der anderen gern für immer verborgen hätte …


Meine Meinung:
Rosen und Knochen. Eine Märchenadaption mit recht wenigen Seiten. Gerade letzteres hat mir zu denken gegeben, bevor ich das Buch gelesen habe. Ich liebe dicke Bücher. Schaut euch einmal meine Lieblingsbücher an! Kernstaub - ein Ziegelstein mit knapp tausend Seiten und noch dazu der erste Band einer Reihe. Aber was soll ich sagen? Mich hat Rosen & Knochen positiv überrascht. Denn obwohl - oder gerade weil? - es so wenige Seiten hat, habe ich es sehr gerne gelesen. Die Geschichte ging schnell voran, doch ich hatte nie das Gefühl, dass irgendwo zu wenig war, dass es zu schnell ging oder dass mir wichtige Details fehlten. Zwar habe ich keine richtige Verbindung zu der Protagonistin bzw. den Protagonistinnen aufbauen können, dafür aber zu dem Schicksal der Kinder in dem verwunschenen Haus und dem Geschehen an sich. Die Geschichte ist mir nach einer Weile sehr nahe gegangen und ich habe mitgefiebert, obwohl sich meine Vorahnung vom Anfang sehr schnell bestätigt hat. Das Buch hat keine einzige Seite mehr gebraucht! Christian Handel schreibt unglaublich toll. Die Geschichte, die er da geschrieben hat, bringt er mit vergleichsweise wenig Text richtig gut rüber und ich bin schon richtig gespannt auf den nächsten Band.
Inhaltlich möchte ich gar nicht so viel sagen, aber ich fand die Lovestory, wenn man sie denn so nennen kann, sehr cool. Sie steht nicht im Fokus und wirkt sehr realistisch. Zudem mag ich die beiden Frauen recht gern, wobei ich denke, dass ich einen besseren Bezug zu ihnen haben werde, wenn ich etwas mehr von ihren Abenteuern gelesen habe. Die beiden standen nicht so sehr im Fokus sondern eher das Schicksal der Kinder und das gruselige Haus an sich. Die Geschehnisse sind unglaublich gut geschrieben, sodass ich nach ein paar Seiten (und die habe ich wirklich erst gebraucht) sehr gut reinkam und richtig gefesselt war. An manchen Stellen hatte ich ein richtig ungutes, fast schon beklemmendes Gefühl und vor allem die Visionen wirkten richtig echt. Fast schon so, als hätte sie der Autor direkt in meinen Kopf geschrieben.
Der Schreibstil an sich war sehr flüssig und vergleichsweise simpel, aber auf der anderen Seite auch wieder richtig ausdrucksstark, mitreißend und märchenhaft. Ich weiß nicht, wie das geht, aber ich fand es sehr cool!
Am Ende des Buches gibt es einen recht langen Anhang mit einigen Beiträgen zu Märchen, ein kurzes Märchen aus Christians Feder und Hintergrundinfos, was ich richtig cool fand! Dadurch blieb man noch etwas länger in der Stimmung und zudem war es auch sehr interessant! 



Infos:
Autor: Christian Handel
Band 1 von ?
Seitenzahl: 185
Verlag: Drachenmond Verlag
ISBN: 978-3-95991-512-0

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