Donnerstag, 8. Februar 2018

Wege und Testlesen, Bookstagram und Bloggen

S
eit ich mit dem Bloggen begonnen habe, hat sich so viel bei mir verändert. Vor allem meine Interessen! Meinen Blog gibt es seit 3 Jahren. Damals, als ich gerade erst begonnen hatte, wusste ich wirklich noch nicht, was ich hier tue und vor allem kannte ich mich nirgends aus. Autoren waren angsteinflößende Übermenschen, an die ich mich nicht auf 10m ran getraut habe, andere Blogger gruselige Menschen, die so viel mehr wussten, konnten und lasen als ich und die Bücher waren Schätze, die einfach da waren und von denen ich nicht wusste, wie sie entstehen - beziehungsweise wie viel Arbeit tatsächlich dahinter steckt.
Mittlerweile habe ich zwar noch immer nicht direkt Ahnung, was ich hier tue, aber ich bin ziemlich selbstsicher in meiner Ahnungslosigkeit und mache einfach mal. In den letzten drei Jahren habe ich den Blog und vor allem auch Bookstagram sehr zu schätzen gelernt. Ich habe ständig Ideen und spontane Einfälle, die ich direkt umsetzen will. Den Raum dafür habe ich hier gefunden. Selbst für meine Versuche der Bildbearbeitung.
Durch meinen Blog - einen meiner besten spontanen Einfälle, auf den noch ein paar folgen sollten - habe ich ein Hobby gefunden, aber vor allem habe ich entdeckt, wie sehr ich Geschichten und das Schreiben eigentlich liebe. Eine kreative Geschichtensucherin und -erfinderin war ich schon immer, aber richtig wahrgenommen habe ich das nie. Es war nie etwas, das ich in mein Bewusstsein von mir selbst integriert habe.


Vermutlich wisst ihr es nicht, aber ich habe meinen Blog ein halbes Jahr ohne einen einzigen Follower und quasi ohne Seitenaufrufe von anderen geführt. Nicht einmal meine Familie oder gar meine Freunde wussten etwas davon! Dann kam irgendwann mein erster Follower und plötzlich hatte ich Angst, dass mehr folgen könnten. Ihr habt richtig gelesen, ich hatte ANGST davor. Ich mag es nicht, Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Mittlerweile akzeptiere ich es, weil es auch mehr Spaß macht, etwas zu tun, was dann auch irgendwo ankommt, aber wirklich leiden kann ich es nicht, darum versuche ich einfach, nicht darüber nachzudenken, was recht gut klappt.
Nach und nach kamen Follower auf meinen Blog und Abonnenten auf Instagram, ich lernte Leute kennen, entdeckte eine tolle Community und bekam immer mehr kleinere Ideen, die anfangs katastrophal scheiterten. Die Drachenmond Lesechallenge war nicht mein erster Versuch, eine Challenge zu erstellen. Bei weitem nicht, haha!
Im Laufe der Zeit (vor allem ab 2017, als ich die Lesechallenge aufzog), lernte ich immer mehr Blogger und Autoren kennen und bekam dadurch einen Hauch von Selbstsicherheit. Mitte letzten Jahres war ich dann auch das erste Mal Testleserin, was einen weiteren Stein ins Rollen gebracht hat, wovon ich zunächst nichts mitbekommen habe.
Fast gleichzeitig habe ich Katelyn Eriksons zweiten Band von Aegeria und Marie Graßhoffs Die Schöpfer der Wolken testgelesen. Bei beiden vollkommen unterschiedliche Aufgaben! Zu den Schöpfern habe ich einfach alle Leseeindrücke in Nachrichten verpackt, in Katelyns Manuskript von Aegeria habe ich sehr, sehr viele Kommentare hinterlassen. Im Laufe der Zeit - es zog sich über zwei Monate hinweg! - habe ich einfach alles angestrichen. Logik, Sprache, Fehler ... Wenn ich alles sage, dann meine ich das auch xD Irgendwie haben wir uns dabei angefreundet, worüber ich sehr, sehr froh bin! Ganz davon abgesehen, dass ich durch das Testlesen ihrer Romane viel für meine eigene Schreiberei gelernt habe, habe ich in ihr auch einen Schreibbuddy gefunden <3
Zwischen all dem Testlesen (das waren Die Schöpfer der Wolken, Aegeria 2, ein Science Fiction Roman, Superior 2, Jasmin - Orangenblütenzauber und zwei weitere Bücher von Katelyn) habe ich meinen ersten Roman geschrieben. Ich habe zig angefangene Geschichten auf meinem Laptop, doch Der Mann hinter dem Vorhang aus Sternen ist die erste, die ich beendet habe. Jetzt stecke ich mitten in der Überarbeitung. Testlesen sei Dank weiß ich auch ungefähr, was ich da tue :D Sogar die Aussicht auf einen Verlagsvertrag habe ich, was mich ziemlich schockiert hat - immerhin habe ich das Manuskript gerade mal an einen Verlag geschickt!

Ich habe noch immer das Gefühl, dass ich keine Ahnung habe, was ich tue. Aber es macht Spaß und ich gehe irgendwie darin auf, darum mache ich einfach mal :D



Hat das irgendwer gelesen? :D Sorry für den ellenlangen Text ohne jegliche Deko. Ich hoffe, das hat euch nicht gestört ... <3

Kommentare:

  1. Oh ich hänge mit meinen Mails wirklich sehr hinterher ^^
    Ja ich habe es gelesen und kann dich auch bei vielen Punkten verstehen!

    Liebe Grüße
    Carla (die mit dem falschen Adresse unterwegs ist)

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    1. Ach, da bist du nicht die Einzige, glaub mir! :D
      Freut mich, dass der ellenlange Text auch wo angekommen ist.

      LG Emely (der die falsche Adresse nicht einmal aufgefallen wäre)

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